Schuppanzigh-Quartett mit Anton Steck (1. Violine), Katja Grüttner (2. Violine), Christian Goosses (Viola) und Werner Matzke (Violoncello) | Foto: Marco BorggreveStreichquartette der Wiener Klassik mit dem Schuppanzigh-Quartett. Anton Steck (1. Violine), Katja Grüttner (2. Violine), Christian Goosses (Viola) und Werner Matzke (Violoncello) interpretieren Werke von Haydn, Mozart und Beethoven. Das Schuppanzigh-Quartett gehört mit seiner profilierten und unverwechselbaren Klangsprache zu den erfolgreichen Formationen, die sich über Jahre hinweg auf internationaler Ebene mit historischer Aufführungspraxis auseinandergesetzt haben. | Eintritt auf Spendenbasis.
PROGRAMM
Joseph Haydn: Quartett f-Moll op. 20 Nr. 5
Wolfgang Amadé Mozart: Divertimento in D KV 136
Ludwig van Beethoven: Streichquartett Nr. 1 F-Dur op. 18/1 (Frühfassung)
Gegründet wurde die Kölner Formation 1996 vom Geiger Anton Steck. Ein Datum mit Signalwirkung, denn genau 200 Jahren zuvor formte der Namenspatron, der Wiener Geiger Ignaz Schuppanzigh (1776–1830), das erste, in fester Besetzung spielende Profi- Streichquartett. Dieser historische Vorgänger führte unter anderem Werke von Beethoven oder Schubert erstmals auf. In diesem Sinn will das heutige Schuppanzigh-Quartett den Geist der alten Zeit aufleben lassen. Die vier Streicher, allesamt Experten der „historisch informierten“ Aufführungspraxis, schärfen das Bewusstsein ihrer Zuhörer für eine fruchtbare frühe Phase der Gattung Streichquartett. Sie lenken die Ohren auf neue Aspekte in bekannten Werken der „Wiener Klassiker“ und überraschen mit spannenden Neuentdeckungen aus jener Zeit, etwa des Italieners Gaetano Brunetti (1744–1798) oder des deutsch-schwedischen Komponisten Josef Martin Kraus (1756–1792).
„Jedes Quartett, jeder Satz wird bei den Schuppanzighs zu einer Sache auf Leben und Tod.“ (Fono Forum)
Die gelungene Mischung aus neu entdeckten Werken und die meisterhafte Interpretation der Wiener Klassiker und frühen Romantiker gehören zur grundsätzlichen Ausrichtung des Ensembles. So wurde die Entdeckung der Werke des Beethoven-Freundes Ferdinand Ries zu einem Meilenstein, der von der Presse als „großer Wurf“ betitelt wurde und als „die seit Jahren spannendste Repertoire-Entdeckung in der klassischen Quartettliteratur – und zwar mit einigem Abstand“ (Fono Forum). Eine dreiteilige Serie, die den Hörer durch das grandiose Quartettschaffen von Joseph Haydn führt, fand 2012 seinen Abschluss. Das Quartett erhielt dafür u. a. den französischen Schallplattenpreis „Diapason d’Or“.
„Jedes Quartett, jeder Satz wird bei den Schuppanzighs zu einer Sache auf Leben und Tod.“ (Fono Forum)
Die Aufnahme mit dem Beethoven-Quartett Opus 59, Nr.3 – gespielt auf Beethovens eigenen Instrumenten! – fand ihren Weg in die Jubiläumsbox der Deutsche Grammophon Gesellschaft (DGG) „Complete Beethoven Edition BTHVN2020“.