„smart-kick-team“ der Stadtkapelle und Musikschüler begeistern beim Neujahrsempfang

Das "smart-kick-team" der Stadtkapelle.

Der Neujahrsempfang der Stadt Trossingen bringt jedes Jahr fantastische Musikerinnen und Musiker auf die Bühne im Konzerthaus – und auch 2026 durften sich die zahlreichen Gäste über großartige Beiträge freuen. Acht Schüler der Trossinger Musikschule, alle Preisträger des Kammermusikwettbewerbs 2025, sowie das Ensemble des „smart-kick-teams“ der Stadtkapelle unter der Leitung von Stefanie Jansen übernahmen den musikalischen Teil des Neujahrsempfangs.

Amina Derviskadic, Salomone Pomerico, Philippe Duclaux, Aaron Schüle, Ida Kempf, Noemi Rey, Johanna Grupp und Chae Bin Park spielten die Sarabande von Georg Friedrich Händel, ein Cembalosolo aus seiner vierten Suite in d-Moll, das heute in verschiedenen Bearbeitungen für Orchester und Einzelinstrumente bekannt ist. Ganz andere Klänge schlugen die jungen Musikerinnen und Musiker bei „No time to die“ von Billie Eilish an, dem Titelsong des jüngsten und gleichnamigen James-Bond-Films. Der Popsong hatte 2021 einen Grammy gewonnen.

 

Im Anschluss der Ehrungen und Reden stand zum traditionellen Konzert beim Neujahrsempfang das „smart-kick-team“ der Stadtkapelle auf der Bühne. Die Musikerinnen und Musiker hatten bereits das beliebte Trossinger Heimatlied interpretiert, nun spielten sie im Bigband-Style fünf bekannte Stücke. Das Ensemble entstand eigentlich aus einer Not heraus: Die Stadtkapelle schrumpfte, und Leiterin Stefanie Jansen suchte nach einer Lösung für fehlenden Klarinettennachwuchs, der bei der sinfonischen Blasmusik die Geigen ersetzte. So überlegte sie, aus der Stadtkapelle eine Bigband zu machen. Im April 2025 hatte das „smart-kick-team“ den ersten Bühnenauftritt. Schnell zeigte sich: Die neue Formation ist ein Erfolg. Das stellten die Musikerinnen und Musiker auch beim Neujahrsempfang wieder unter Beweis.

„A String of Pearls“, Klassiker im Repertoire von Jazz- und Bigbands, wurde 1941 von Glenn Miller und seinem Orchester aufgenommen wurde und später ein Nummer-eins-Hit.
Es wurde von Jerry Gray komponiert. Es folgte „Birdland“ von John Higgins, eine Instrumentalnummer, die als Meilenstein des Jazz-Fusion-Stils gilt. Benannt ist das Stück nach dem legendären Jazzclub Birdland in New York. Mehrere Versionen des Stücks erhielten Grammy-Auszeichnungen, und bis heute besticht „Birdland“ durch seine kraftvolle und lebendige musikalische Gestaltung, die auch das Trossinger Konzerthaus begeisterte.

Auch „Tea for Two“, ein Song aus dem Broadway-Musical „No, No, Nanette“, sorgte für viel Applaus. Er erzählt von einem verliebten Paar, das sich eine idyllische Auszeit fern vom Alltag und der Großstadt gönnt. Nach der Veröffentlichung im Jahr 1925 wurde das Lied schnell populär und entwickelte sich zu einem festen Bestandteil des Jazzrepertoires. Das „smart-kick-team“ interpretierte die Version des bekannten Jazz-Komponisten Dave Barduhn.

„Mack the Knife“, arrangiert von Jack Cooper und ursprünglich Die Moritat von Mackie Messer“, ist ein Lied aus der Dreigroschenoper, geschrieben von Bertolt Brecht und Kurt Weill. Es gilt als das bekannteste Stück des Theaterwerks und wurde international unter dem Titel „Mack the Knife“ vielfach gecovert. Vor allem Louis Armstrongs Interpretation aus dem Jahr 1955 machte das Stück weltweit bekannt und verankerte es in der Popkultur.

Zum Abschluss kam noch ein besonderer Gast auf die Bühne: Michael Lauenstein sorgte am Akkordeon bei Mark Taylors „St. Thomas“ für Begeisterung. Die berühmte Komposition aus dem Bereich Latin/Jazz  hat einen variabel gestalteten Soloteil, den Lauenstein an diesem Abend übernahm.

Bei so viel Applaus durfte natürlich eine Zugabe nicht fehlen: Dass sie auch eine gute Stimme hat, zeigte Stefanie Jansen bei „All of me“.

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